Polsterreinigung und Lederfärberei

Polstermöbel sind vor allem aufgrund ihres Preis-/Leistungsverhältnisses, den zahlreichen verschiedenen Farbstilen und ihrer Bequemlichkeit beliebt. Auch in Schweizer Haushalten werden Polstermöbel gern in Kinder-, Schlaf- und Wohnzimmern eingesetzt, beispielsweise in Form eines Sofas oder für einzelne Stühle. So bequem und komfortabel wie die Möbel jedoch sind, so schnell können die Polsterstoffe auch verunreinigen.

Während bei dunkleren Polstern viele Flecken und Verunreinigungen nicht wahrgenommen werden, zeigt sich deren Ausmass besonders bei hellen Stoffen schnell. Durch die richtige Pflege und Reinigung lassen sich Flecken schnell aus den Stoffen herausbekommen

Sofort auf Flecken reagieren

Egal ob Ketchup, Wein oder andere Flüssigkeiten, Verunreinigen lassen sich über die Jahre auch mit grösster Vorsicht nicht verhindern. Sobald Flüssigkeiten und Essen mit dem Stoff in Kontakt kommen, sollte dieser sofort mit einem sauberen Tuch vorsichtig abgetupft werden. Dadurch werden Reststoffe aufgesaugt und ziehen zumindest nicht weiter in die Polster ein, was sich auch auf die Grösse des sichtbaren Fleckes reduzierend auswirkt. Sobald der trocken abgetupft wird, muss die Stelle nun mit klarem Wasser behandelt werden. Hierfür wird ein zweites sauberes Tuch genommen, was im Vorfeld leicht angefeuchtet und im Anschluss direkt auf die betreffende Stelle gerieben wird.

Flecken auf Polstermöbeln sollten immer vom äusseren Rand zur Mitte hin gereinigt werden. Dadurch wird der Fleck nicht weiter auf Stellen verrieben, die aktuell noch gar nicht betroffen sind. Um bessere Ergebnisse bei der Reinigung zu erzielen, empfiehlt sich ein fettlösendes Spülmittel. Dieses sollte geringfügig auf den nassen, sauberen Lappen gegeben werden und bindet die verunreinigenden Stoffe an sich.

Unangenehme Verunreinigungen wie Ei, Blut und Urin sollten ausschliesslich mit kaltem Wasser gereinigt werden. Sobald der Fleck entfernt wurde, wird ein nebelfeuchtes Tuch benutzt, um die einzelnen Nähte und Fasern gesondert zu behandeln. Auf diese Weise lassen sich Trockenränder vermeiden, die sich bilden würden, wenn die nasse Stelle im Anschluss nicht wieder abgerieben wird. Bei diesen Verunreinigen sollte nur sehr wenig gerieben werden, besser ist das Tuch punktuell auf- und abzusetzen, um die Flüssigkeiten nicht weiter zu verreiben.

Grössere Probleme entstehen bei Verunreinigen, die von starker Schweissbildung und säurehaltigen Flüssigkeiten ausgehen. Mit einfachen Hausmitteln lässt sich hier kaum ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen – im Normalfall hilft dann nur noch der Weg zum Experten, der die Flecken restlos verschwinden lassen kann, wenn sie nicht zu grossflächig sind. Hier gilt jedoch ebenso: schnell handeln macht sich bezahlt, denn mit der Zeit dringen diese Stoffe immer weiter in die Polster ein und setzen sich dauerhaft fest.

 

Die richtigen Reinigungsmittel verwenden

Wie immer spielen natürlich auch die Reinigungsmittel eine gewichtige Rolle, jedoch sollten sie ausgesprochen sparsam genutzt werden. Bezüge von Kissen können beispielsweise einfach ausgeklopft, mit einem feuchten Tuch und dann linksrum bezogen werden. So können die Stoffe kurzzeitig atmen, bis sie wieder in ihre Normalform gebracht werden. Auf starke Reinigungsmittel wird lieber verzichtet, wenn diese nicht eindringlich vom Hersteller empfohlen sind.

Die meisten Reinigungsmittel enthalten Seifen, welche wiederum Fett enthalten, was sich gut sichtbar auf den Polstermöbeln absetzt – also genau das Gegenteil einer Reinigung erzielt! Das Fett dieser Reinigungsmittel dringt in den meisten Fällen nicht nur in den Bezug selber, sondern auch in die Polsterstoffe ein. Dadurch wird das Möbelstück direkt doppelt verschmutzt, zugleich bleiben an den behandelten Stellen unschöne Ränder. Diese können auch bei klarem Wasser entstehen, wenn das Leitungswasser nicht entkalkt ist. Um das zu vermeiden, wird deshalb idealerweise stilles Wasser aus der Flasche genutzt. Das enthält keinen Kalk und hinterlässt dadurch auch keine unangenehmen weissen Ränder.

Bevor überhaupt mit der Reinigung und Pflege angefangen wird, hilft ein Blick auf die Pflegesymbole und Hinweise des Herstellers. Hier befinden sich beispielsweise Angaben zur Reinigung in einer Waschmaschine (falls möglich) und für chemische Reinigungen. Synthetische Stoffe wie Mikrofaser sind sehr leicht zu reinigen und ausgesprochen strapazierfähig. Auf Baumwolle und Leinen trifft das nur bedingt zu, weshalb bei diesen mit einer Extraportion an Vorsicht vorgegangen werden sollte. Gemusterte Stoffe sind allgemein etwas pflegeleichter. Zwar haben die Muster nicht direkt Einfluss auf den Reinigungsprozess, kleinere Rückstände werden aber wesentlicher subtiler wahrgenommen und gehen in der Bemusterung unter.

Für die Alltagspflege

Um tiefe Verunreinigungen durch richtige Pflege zu verhindern, reichen einige wenige Handgriffe und Utensilien. Die Polster und Stoffe sollten mindestens im 2-Monats-Takt gut ausgeschüttelt und gelüftet werden. Für oberflächliche Verschmutzungen wie Krümel und Haare reicht die Behandlung durch den Staubsauger. Dieser sollte aber nicht direkt in den Stoff gedrückt, sondern lieber mit einem sehr kleinen Abstand über die Polster geführt werden. Lose Verunreinigungen werden durch den Staubsauger nahezu lückenlos aufgesaugt, hartnäckige Rückstände lassen sich mit einer Bürste behandeln. Die Bürste sollte immer in Strichrichtung benutzt werden, eine weiche Bürste strapaziert das Material nur geringfügig und lässt sich somit auch öfter benutzen.

Lassen sich die Bezüge abnehmen, erleichtert das die Reinigung ungemein. Im Umkehrschluss ist aber darauf zu achten, dass ein abnehmbarer Bezug nicht automatisch die Reinigung via Waschmaschine erlaubt – der Reissverschluss wird oftmals nur aus Produktionsgründen angebracht.

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